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Technische Umsetzung:

Dipl.-Math. L. Schiedt
Ingenieurgesellschaft für Stadthydrologie mbH
Stiftstr. 12, 30159 Hannover
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VereNa.M3

wpe9.jpg (39307 Byte)

BWK-VereNa.M3

Bitte beachten Sie:

Dieses Produkt kann in dieser Form nicht mehr bestellt werden! Die Nachfolgesoftware ist Verena.M7-Lite. Eingebettet in die Software Verena.M7 bietet die Lite-Version einen erweiterten Funktionsumfang zur ehemaligen VereNa.M3.

 

Der Anwendungsfall.

wpeE5.jpg (1435 Byte)

vereinfachte Nachweisführung bei der Ableitung immissionsorientierter Anforderungen an Misch-
und Niederschlagswassereinleitungen unter Berücksichtigung örtlicher Verhältnisse
alle Berechnungen und Fallunterscheidungen des BWK-Merkblattes 3

 

Die Funktionsmerkmale. Zusätzliche Berechnungen

wpeE5.jpg (1435 Byte)

grafische Benutzeroberfläche wpeE5.jpg (1435 Byte) stationäre Ermittlung der Niederschlagsabflüsse nachdem Zeitbeiwertverfahren
Texte des Merkblattes 3 im
Hilfesystem integriert
erforderliche Speichervolumina von Bauwerken gemäß
ATV-Arbeitsblatt 128
automatische Verwaltung der Struktur
der Systemelemente
 
Anzeige der Belastungsgrößen
und Berechnungsergebnisse bereits
bei der Dateneingabe
Geprüft und autorisiert
von der
BWK-Arbeitsgruppe 2.3
fortlaufende Neuberechnung des
Gesamtsystems im Hintergrund

 

Die Anwenderunterstützung. Die Elemente nach M3.

wpeE5.jpg (1435 Byte)

telefonischer Support durch
geschultes Personal
wpeE5.jpg (1435 Byte) Kanalisationsnetz
Siedlungsgebiet
Speicherbauwerke
Regenüberlauf
Kläranlage
Maßnahme
Einleitungsstelle
Beantwortung fachlicher Fragen
zur Anwendung des M3 durch die
BWK-Arbeitsgruppe 2.3
jederzeit verfügbare Internet-Seite
zur Beantwortung häufig gestellter
Anwenderfragen

 

 

Merkblatt 3

Bei der Bewirtschaftung der Fließgewässer in der Kulturlandschaft stellen die Restbelastungen aus kontinuierlichen (Kläranlagenabläufe) und stoßartigen Abwassereinleitungen (Niederschlagswassereinleitungen der Misch- und Trennkanalisationen) Eingriffe dar, deren Auswirkungen auf den Naturhaushalt zu begrenzen sind. Hierbei treten nach weitgehender Sanierung vieler Kläranlagen die Niederschlagswassereinleitungen verstärkt in den Vordergrund.

Niederschlagswassereinleitungen aus Siedlungsgebieten belasten Fließgewässer in hydraulischer und stofflicher Hinsicht. Aufgrund des ökologischen Gefährdungspotenzials und der Erfahrungen mit dem bisher in der Siedlungsentwässerung praktisch ausschließlich verfolgten Emissionsprinzip, wird mit der vorliegenden Methode ein kombinierter Ansatz mit Emissions- und Immissionsbetrachtungen verfolgt. Weiteres Ziel war eine in der Praxis anwendbare Handlungsanleitung, mit der die dafür erforderlichen Erhebungen und Bewertungen mit vertretbarem Aufwand durchgeführt werden können.

Das Merkblatt wendet sich an Planer, Wasserbehörden und Abwasserbeseitigungspflichtige.

Hinweise zum Merkblatt 3

In Kapitel 3.1 des Merkblattes sind Verfahrens- und Anwendungsgrenzen des vereinfachten Nachweisverfahrens benannt. Anwendungsfälle, bei denen diese Verfahrens- und Anwendungsgrenzen überschritten werden, fordern unter Umständen den Einsatz detaillierter Nachweisverfahren oder gewässerökologische Untersuchungen.

Ausführliche Hintergrundinformationen und Erläuterungen zum BWK-Merkblatt 3 erhält der Begleitband zum BWK-Merkblatt 3, der als Materialienband 1/2003 ebenfalls über den BWK bezogen werden kann.

FAQ M3

Fragen und Antworten zur Anwendung des BWK Merkblattes 3

Nachstehend finden Sie eine Übersicht häufig gestellter Fragen und Antworten zum Merkblatt 3. Falls auch Sie Fragen oder Anmerkungen dazu haben, senden Sie diese bitte an den Vorsitzenden oder seinen Stellvertreter der AG 2.3: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


1

Stellen die sich aus der Anwendung des Merkblatts ergebenden Konsequenzen unmittelbar Anforderungen dar?

Nein. Anforderungen werden immer von der zuständigen Wasserbehörde definiert. Das Merkblatt dient lediglich als Handlungsanleitung zur Ableitung und Begründung gewässerbezogener ortspezifischer Anforderungen und zu deren Umsetzung.

2

Aus der Anwendung des Merkblatts ergeben sich aufgrund der geringen Hq1,pnat - Spenden u.U. sehr geringe zulässige Einleitungsabflüsse und große erforderliche Rückhalteräume. Sind die erforderlichen Rückhaltevolumina überhaupt noch wirtschaftlich vertretbar?

Hier liegt - bedingt durch die traditionelle Betrachtungsweise - ein Interpretationsirrtum vor. Der zulässige Einleitungsabfluss wird zwar auf Basis der Hochwasserspende des natürlichen Einzugsgebietes ermittelt. Er setzt sich aber aus zwei Termen zusammen: Der erste Term beschreibt den zulässigen Abflussanteil infolge der Flächenversiegelung (Auffüllung des dem natürlichen Wasserhaushalt durch die Flächenversiegelung entzogenen Hochwasserabflusses), während der zweite Term die erlaubte Aufhöhung des Gewässerabflusses (i. d. R. 10% von HQ1,pnat) beschreibt. Hieraus ergeben sich bei größeren natürlichen Einzugsgebieten und hohem Versiegelungsgrad höhere zulässige Einleitungsabflüsse als bislang üblich.

3

Gelten die Kriterien zur Abgrenzung des geschlossenen Siedlungsgebietes nach Tabelle 3 des Merkblatts sowohl für die stoffliche als auch für die hydraulisch/hydrologische Betrachtung?

In stofflicher Sicht gelten die Kriterien der Tabelle 3 uneingeschränkt. Für die hydraulisch / hydrologische Immissionsbetrachtung stellt dies eine pragmatische Näherung dar.
Neuere Untersuchungen aus Schleswig-Holstein lassen erwarten, dass zur Beurteilung der hydraulisch / hydrologischen Gewässerbelastung der Einflussbereich der Einleitungen eines geschlossenen Siedlungsgebietes dort angenommen werden kann, wo der versiegelte Flächenanteil 2% des natürlichen Einzugsgebietes unterschreitet und die Einleitung aus der Kläranlage erfolgt ist. Der zulässige Einleitungsabfluss des geschlossenen Siedlungsgebietes wird an der letzten Einleitungsstelle des geschlossenen Siedlungsgebietes ermittelt, dies ist u.U. die Kläranlage.
Erfolgt die Retention in einem im Gewässer gelegenen Hochwasserrückhaltebecken und wird dessen Drosselabfluss mittels passiver Drosselstellung so eingestellt, dass der Zielwert im Gewässer seltener als einmal jährlich überschritten wird, so endet der Einflussbereich der Einleitungen eines geschlossenen Siedlungsgebietes aus hydraulisch/hydrologischer Sicht an diesem Hochwasserrückhaltebecken, wobei die Kläranlage wie oben zu betrachten ist.

4

Wie ist bei der Bestimmung der Einleitmenge mit unterschiedlichen Spenden bei Haupt- und Nebengewässern umzugehen?

Nachzuweisende Immissionsorte sind zum einen die letzte Einleitung des geschlossenen Siedlungsgebietes und zum anderen die jeweils letzten Einleitungen in Nebengewässer. Der jeweils zulässige Einleitungsabfluss ist für jede dieser Einleitungsstellen auf Grundlage der jeweiligen örtlich zutreffenden Hq1,pnat-Spende zu ermitteln.
Wirksam wird jedoch de facto die an der letzten Einleitung des geschlossenen Siedlungsgebietes ermittelte Hq1,pnat-Spende.

5

Wie können sinnvoll zulässige Einleitungsmengen und Beckengrößen bei verteilten Standorten ermittelt werden?

Es kann vereinfachend von folgender Betrachtungsweise ausgegangen werden:
Die zulässige HQ1,pnat – Spende wird an Ende des geschlossenen Siedlungsgebietes bestimmt. Zur Bestimmung des jeweils örtlich zulässigen Einleitungsabflusses kann schrittweise der nachstehende Rechenweg benutzt werden:

QEzul = Hq1,pnat * ( 0,1 * DAEo + DAred) (l/s)

mit:
DAEo : Zuwachs des natürlichen Einzugsgebietes seit letzter Einleitung (km2)
DAred : Zuwachs der undurchlässigen Fläche seit letzter Einleitung (ha)

6

Das geschlossene Siedlungsgebiet umfasst 3 Städte. Die Einleitungen der mittleren Stadt werden nach M3 untersucht, die der oberhalb und unterhalb liegenden Städte zunächst nicht. Wie werden die zulässigen Einleitungsabflüsse bestimmt?

Kompensationen der Drosselabflüsse sind nur in Fließrichtung möglich,
d. h. eine Reduzierung der Einleitungsabflüsse an einer oberhalb gelegenen Einleitung kann unterhalb zur Erhöhung des Drosselabflusses genutzt werden.

7

Muss ich den zulässigen Einleitungsabfluss nach Gleichung 1 in jedem Fall einhalten oder unterschreiten?

Nein. Der Drosselabfluss in Gleichung 1 ist eine Prüfgröße des vereinfachten Nachweisverfahrens, deren Überschreitung Handlungsbedarf anzeigt. Falls eine Überschreitung vorliegt, sind folgende Handlungsalternativen gegeben:

  • Detaillierte Erhebung der Datengrundlagen und erneuter vereinfachter Nachweis
  • Bau von Rückhaltemaßnahmen unter Verwendung der Prüfgröße als Bemessungswert für die Drosselabflüsse
  • Durchführung eines detaillierten Nachweises mit Hilfe von Modellberechnungen und neuer Zielgrößen (Vorgehensweise wird derzeit von der BWK AG 2.3 erarbeitet)
  • Bei unveränderter Einleitung: Gewässerökologischer Nachweis
8

Ich plane ein RRB für ein kleineres Gewerbegebiet. Für das Gewässer existiert keine Untersuchung nach BWK M3. Die Wasserbehörde verlangt, den Drosselabfluss des RRB nach Gleichung 1 festzulegen. Ist diese prophylaktische Festlegung sinnvoll?

Ja, falls weder ein Immissionsnachweis noch eine Gewässerentwicklungsplanung vorliegt. Jedoch führt eine Immissionsbetrachtung für das geschlossene Siedlungsgebiet u. U. zu einer wirtschaftlicheren Lösung.

9

Gelten die Anforderungen nach dem Merkblatt auch für Einleitungen in Gewässer, welche morphologisch und hydrologisch durch Bestandesbebauung überformt sind bzw. "in der Kanalisation entspringen" ?

Ja, denn auch hier kann sich wieder eine Quellbiozönose ausbilden, wenn die emissionsseitigen und morphologischen Voraussetzungen geschaffen werden. Dieser Prozess kann durch die gezielte Einleitung unbelasteten Wassers (z. B. aus Drainagen) unterstützt werden.
Als Konsequenz ist die Einleitung aus dem Quellbereich 150 - 300 m in Fließrichtung zu verlegen.

10

Die Einhaltung der Prüfgrößen wird am Ende des geschlossenen Siedlungsgebietes geprüft. Darf ich die Gewässerstrecke innerhalb des geschlossenen Siedlungsgebietes bereichsweise als Opferstrecke benutzen?

Im Extremfall ja. Eine solche Vorgehensweise führt jedoch i.a. nicht zu wirtschaftlichen Lösungen.
Durch sinnvolle Abfolge stark beanspruchter Gewässerstrecken und solchen mit hohem Wiederbesiedlungspotenzial oder ökologisch besonders wertvollen Bereichen ("Trittsteine") sollte jedoch der Biozönose eine differenziertes Angebot an Refugialräumen verschafft werden. Dies führt insgesamt zu einer Erhöhung des Wiederbesiedlungspotenzials der beanspruchten Strecken.

11

In eng bebauter innerörtlicher Lage einer Kleinstadt ist das Gewässer stark verbaut (Rechteckprofil, Ufermauern, gepflasterte Sohle). Rückhaltebauwerke an den Einleitungen des Trennsystems können baulich nicht umgesetzt werden. Die Wasserbehörde verlangt unter Hinweis auf das BWK M3 den Bau eines Abfangsammlers für die RW-Einleitungen.

Der Forderung der Wasserbehörde ist grundsätzlich zuzustimmen, wenn dies die einzig mögliche Planungsalternative darstellt und hierdurch die Voraussetzungen für eine Verbesserung des ökologischen Gewässerzustands geschaffen werden. Es sollte in solchen Fällen eine ergänzende gewässerökologische Untersuchung durchgeführt werden.

12

Wie erstelle ich mit der EXCEL-Tabellenkalkulation ein neues Projekt?

  1. Ermitteln Sie die Anzahl der Objekte Ihres Projekts. Objekte im Sinne dieser Anwendung sind Kanalisationsnetze (Mischwasser-, Regenwasser- oder Schmutzwassernetze) mit oder ohne Sonderbauwerk sowie Kläranlagen.
  2. Legen Sie auf einem Laufwerk Ihres Rechners einen neuen Ordner an. Geben Sie dem Ordner den Namen Ihres Projekts (Name des geschlossenen Siedlungsgebietes).
  3. Laden Sie die EXCEL-Arbeitsmappe "BWK M3 Vereinfachter Nachweis.xls."
  4. Speichern Sie die Arbeitsmappe unter dem Namen eines der Objekte. (Menü-Funktion DATEI |SPEICHERN UNTER...)
  5. Wiederholen Sie die vorgenannten Schritte 3 -4 für alle weiteren Objekte Ihres Projekts.
  6. Öffnen Sie nun alle zu Ihrem Projekt gehörenden Arbeitsblätter (Menü-Funktion DATEI|ÖFFNEN...) und beginnen Sie mit der Dateneingabe. Zwischen den einzelnen Objekten wechseln Sie mittels der Menü-Funktion FENSTER.
13

Wie bilde ich in der EXCEL-Tabellenkalkulation die unterschiedlichen Objekt-Typen ab?

Schmutzwassernetze
Füllen Sie nur das Datenblatt "Kanalisation" aus.
(NGm = 0; Ared = 0; QD = Qsx + Qf + QrT24 + QD')

  1. Mischwassernetze
    Füllen Sie das Datenblatt "Kanalisation" aus. (QrT24 = 0)
  2. Regenwassernetze
    Füllen Sie das Datenblatt "Kanalisation" aus.
    (QS24 = 0; Qsx = 0; Qf = 0; QrT24 = 0; NGm = 0)
  3. Regenrückhaltebecken im Netz
    Regenrückhaltebecken im Netz werden nicht als ortsspezifische Maßnahme abgebildet! Setzen Sie lediglich im Datenblatt "Kanalisation" des zugehörigen Netzes den Einleitungsabfluss QE1 = 0.
  4. Kläranlagen
    Kläranlagen werden als ortspezifische Maßnahmen ohne Netzdaten im Datenblatt "Kanalisation" abgebildet.
  5. Rückhaltebauwerke vor Einleitung für mehrere parallele Netze
    Füllen Sie für das Rückhaltebauwerk ein eigenes Datenblatt "Kanalisation" aus. Tragen Sie in dieses Datenblatt keine Netzdaten ein. Füllen Sie die Eingabefelder zur ortsspezifischen Maßnahme und zum Einleitungsabfluss QE1 aus.
  6. Nachweispflichtige Einleitungsstellen
    Füllen Sie (zusätzlich) das Datenblatt "Gewässer" aus. Soll der Einleitungsabfluss durch ein Rückhaltebecken gedämpft werden, so können Sie die zulässige Überlaufhäufigkeit mit Hilfe der Datenblätter "WBP-I" oder "WBP-II" bestimmen.
14

Die EXCEL-Tabellenkalkulation zeigt im Arbeitsblatt "Gewässer" keine oder unplausible Abflässe und Frachten

Im Arbeitsblatt "Gewässer" wird die Fließtiefe iterativ durch Zirkelbezüge bestimmt. Möglicherweise meldet EXCEL beim Laden einer Objekt-Datei die Entdeckung eines Zirkelbezugs. Betätigen Sie in diesem Fall die Schaltfläche "Abbrechen" des Meldungsfensters und wählen Sie anschließend die Menü-Funktion EXTRAS|OPTIONEN... . In dem nun erscheinenden Dialog wählen Sie das Register "Berechnen" und markieren den Eintrag "Iteration" Setzen Sie die maximale Iterationszahl auf 100 und die maximale Änderung auf 0,001. Schließen Sie das Dialogfenster indem Sie die Schaltfläche OK anklicken.

15

Wie verringere ich in der EXCEL-Tabellenkalkulation den Arbeitsaufwand zur Verknüpfung von Kanalisations-Objekten?

Bei in Reihe angeordneten Kanalisations-Objekten sind im Berechnungsblock 1.3 des aktuellen Objekts die kummulierten Drosselabflüsse und Drosselfrachten aller unmittelbaren Vorentlastungen bzw. Vorgänger-Objekte einzugeben. Sie können den Eingabeaufwand verringern, indem Sie wie folgt vorgehen:

  1. Wechseln Sie zur Arbeitmappe eines Vorgänger-Objekts.
  2. Markieren Sie den Bereich D72 bis L75 des Blattes "Kanalisation" und kopieren ihn in die Zwischenablage.
  3. Wechseln Sie nun wieder zur Arbeitmappe des aktuellen Objekts.
  4. Klicken Sie mit der Maus in die Zelle D44 des Blattes "Kanalisation".
  5. Wählen Sie die Men?-Funktion BEARBEITEN|INHALTE EINF?GEN...
  6. Markieren Sie in dem nun erscheinenden Dialogfenster die Optionen "Werte" und "Addieren". Schlie?en Sie das Dialogfenster indem Sie die Schaltfläche OK anklicken.
  7. Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 6 für alle anderen Vorgänger-Objekte.
16

Wie verringere ich in der EXCEL-Tabellenkalkulation den Arbeitsaufwand zur Eingabe und Verknüpfung von Gewässer-Objekten?

Sie brauchen das Arbeitsblatt "Gewässer" nur für die Einleitungsstellen auszufüllen, für welche ein Gewässernachweis zu führen ist. Dies ist immer die letzte Einleitungsstelle des geschlossenen Siedlungsgebietes. Mündet im Einflussbereich der Einleitungen des geschlossenen Siedlungsgebietes ein Gewässer, so ist der Nachweis zusätzlich für beide Gewässer an der jeweils letzten Einleitung vor dem Zusammenfluss zu führen.

Bei in Reihe angeordneten Einleitungen sind im Berechnungsblock 2.3 des aktuellen Objekts die kummulierten Einleitungsabfl?sse und Einleitungsfrachten aller oberhalb gelegenen Einleitungen des geschlossenen Siedlungsgebietes einzugeben. Sie können den Eingabeaufwand verringern, indem Sie wie folgt vorgehen:

  1. Wechseln Sie zur Arbeitmappe einer oberhalb gelegenen Einleitung.
  2. Markieren Sie den Bereich D76 bis L79 des Blattes "Kanalisation" und kopieren ihn in die Zwischenablage.
  3. Wechseln Sie nun wieder zur Arbeitmappe des aktuellen Objekts.
  4. Klicken Sie mit der Maus in die Zelle D39 des Arbeitsblattes "Gewässer".
  5. Wählen Sie die Menü-Funktion BEARBEITEN|INHALTE EINF?GEN...
  6. Markieren Sie in dem nun erscheinenden Dialogfenster die Optionen "Werte" und "Addieren". Schließen Sie das Dialogfenster indem Sie die Schaltfläche OK anklicken.
  7. Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 6 für alle anderen oberhalb gelegenen Einleitungen.
  8. Tragen Sie in Zelle D35 die Summe der befestigten Flächen aller oberhalb gelegenen Einleitungen des geschlossenen Siedlungsgebietes ein.
  9. Tragen Sie in Zelle D36 die Summe aller oberhalb eingeleiteten Abflüsse des geschlossenen Siedlungsgebietes ein. Bei ungedrosselten Einleitungen errechnet sich der Einleitungsabfluss aus dem um den im Netz weitergeführten Drosselabfluss verringerten 1-jährlichen Abfluss bei Niederschlag. Bei gedrosselten Einleitungen entspricht der Einleitungsabfluss dem Drosselabfluss.
17

Wie verwende ich die Arbeitsbl?tter WBP- I und WBP- II der EXCEL-Tabellenkalkulation?

Diese Arbeitsbl?tter dienen der Ermittlung des Wiederbesiedlungspotentials im Nahbereich der Einleitung als Grundlage f?r die Bestimmung der zul?ssigen Versagensh?ufigkeit von R?ckhaltema?nahmen. Die Arbeitsbl?tter sind in Abh?ngigkeit von der Datenlage alternativ anzuwenden. Die Erhebung des Wiederbesiedlungspotentials ist allerdings nur dann erforderlich, wenn die Einleitung gedrosselt erfolgt bzw. erfolgen muss.

18

Worauf basiert die Festlegung des hydraulischen Grenzwertes?

Die Jährlichkeit des hydraulischen Grenzwertes wurde gewählt, weil der Gewässerabfluss HQ1,pnat in vielen Fließgewässern einen starken bettbildenden Einfluss hat und ihm eine erhebliche Bedeutung für die Makroinvertebratenbesiedlung zugemessen wird. Eine Erhöhung um 10 % entspricht in vielen naturnahen Gewässern dem Unterschied zwischen dem einjährlichen und dem zweijährlichen Hochwasserabfluss und wird bezüglich der Populationsverluste in Folge erhöhter Drift als kompensierbar eingestuft. Eine abweichende Jährlichkeit für HQ1,pnat kann zugrunde gelegt werden, wenn dies durch örtliche Auswertungen begründet ist.

19

Sind die Ziel- oder Grenzwerte beim vereinfachten und beim detaillierten Nachweisverfahren unterschiedlich?

Die vereinfachten Annahmen und Berechnungswege des vereinfachten Nachweisverfahrens erlauben nur eine relativ grobe Gefährdungsabschätzung und enthalten daher hinreichend große gewässerökologische Sicherheiten bei den Grenzwertfestlegungen. Innerhalb des detaillierten Nachweisverfahrens können die Sicherheitsmargen aber proportional zur Erhöhung der Nachweisgenauigkeit verringert und der Maßnahmenaufwand gesenkt werden.

20

Warum legt das Merkblatt besondere Regelungen für ohnehin gesetzlich geschützte Biotope fest (z.B. Quellen)?

Der gesetzliche Schutz allein beinhaltet noch keine Aussagen darüber, ob Einleitungen möglich sind. Folglich enthält das Gesetz auch keine Vorgaben für die Streckenlänge von einleitungsfrei zu haltenden Gewässerabschnitten. Das Merkblatt gibt dafür erstmals genaue und praktikabel anwendbare Definitionen vor.

21

Sind periodisch wasserführende Entwässerungsgräben als besonders schutzwürdig einzustufen und daher einleitungsfrei zu halten?

In der Regel nicht, da diese Gewässer anthropogenen Ursprungs sind, es sei denn, dass sie eine besonders schutzwürdige Quellbiozönose oder eine für natürliche Temporärgewässer charakteristische Artenzusammensetzung aufweisen.

22

Sind Fließgewässer, die in ihrem Verlauf ein Quellgebiet passieren, in diesem Bereich von Niederschlagswassereinleitungen frei zu halten?

Nein! Diese Fließgewässer selbst sind nicht einleitungsfrei zu halten. Lediglich in die zufließenden Quellen darf nicht eingeleitet werden.

24

Ersetzt das Merkblatt einen planerischen Abw?gungsprozess im Hinblick auf Kosten und andere Belange?

Das Merkblatt dient der Gefährdungsbeurteilung bzw. -prognose und nur insofern der Ableitung konkreter Maßnahmen. Es ist aber keine Bemessungsvorschrift, welche die Berücksichtigung aller anderen Planungsgesichtspunkte überflüssig machen könnte. Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmenplanung ist vielmehr stets sowohl unter Aufwands- und Kostengesichtspunkten als auch im Hinblick auf die Belange anderer betroffener Schutzgüter zu überprüfen. So kann z.B. der Schutz des Gewässers vor hydraulischen Belastungen gegenüber dem großflächigen Verlust hochwertiger Auenflächen für den Bau von Rückhaltebecken abzuwägen sein. Im konkreten Abwägungsprozess der zuständigen Wasserbehörde kann die Entscheidung sowohl für eine Grenzwertüberschreitung als auch für eine Grenzwerteinhaltung ausfallen. Entsprechendes gilt auch für Einleitungen in besonders schutzwürdige Biotope. Entscheidend ist, dass die jeweilige Planungsentscheidung hinreichend begründet und nachvollziehbar ist.

25

Bietet das Merkblatt auch Möglichkeiten zur Gewässerstrukturverbesserung?

Das Merkblatt verknüpft die als gewässerverträglich eingestufte Versagenshäufigkeit von Rückhaltungen mit dem Wiederbesiedlungspotenzial des Gewässers im Einleitungsbereich. Daher können gewässerstrukturverbessernde Maßnahmen, die der Erhöhung des Wiederbesiedlungspotenzials dienen, zur Verringerung von Retentions-Volumina eingesetzt werden und aus den Kosteneinsparungen finanziert werden.

Des Weiteren führt eine Wiederherstellung naturnäherer Gewässerbett- und Auenbreiten aus zu schmalen und/oder ungegliederten Gerinnebetten zu einer Senkung der hydraulischen Belastungen. Im detaillierten Nachweisverfahren kann dieser Zusammenhang ebenfalls zur Senkung des erforderlichen Retentionsvolumens vor Einleitung führen. Deshalb sollten auch hier die wasserwirtschaftlichen Kosteneinsparungen zur Finanzierung der wasserbaulichen Maßnahmen eingesetzt werden.