Merkblatt 3

Bei der Bewirtschaftung der Fließgewässer in der Kulturlandschaft stellen die Restbelastungen aus kontinuierlichen (Kläranlagenabläufe) und stoßartigen Abwassereinleitungen (Niederschlagswassereinleitungen der Misch- und Trennkanalisationen) Eingriffe dar, deren Auswirkungen auf den Naturhaushalt zu begrenzen sind. Hierbei treten nach weitgehender Sanierung vieler Kläranlagen die Niederschlagswassereinleitungen verstärkt in den Vordergrund.

Niederschlagswassereinleitungen aus Siedlungsgebieten belasten Fließgewässer in hydraulischer und stofflicher Hinsicht. Aufgrund des ökologischen Gefährdungspotenzials und der Erfahrungen mit dem bisher in der Siedlungsentwässerung praktisch ausschließlich verfolgten Emissionsprinzip, wird mit der vorliegenden Methode ein kombinierter Ansatz mit Emissions- und Immissionsbetrachtungen verfolgt. Weiteres Ziel war eine in der Praxis anwendbare Handlungsanleitung, mit der die dafür erforderlichen Erhebungen und Bewertungen mit vertretbarem Aufwand durchgeführt werden können.

Das Merkblatt wendet sich an Planer, Wasserbehörden und Abwasserbeseitigungspflichtige.