Merkblatt 7

Mit dem BWK-Merkblatt 3 wurde im April 2001 eine erste Handlungsanweisung für Immissionsbetrachtungen
bei der Einleitung niederschlagsbedingter Abflüsse vorgelegt. Dabei liegen die Schwerpunkte auf der Begründung und Ableitung immissionsorientierter Anforderungen sowie der vereinfachten Nachweisführung zur Einhaltung der Zielsetzungen, die im BWK-Merkblatt 3 umfassend beschrieben sind.

Der nunmehr vorliegende Leitfaden zur detaillierten Nachweisführung immissionsorientierter Anforderungen an Misch- und Niederschlagswassereinleitungen erweitert das Merkblatt 3 um spezifischen Belange der stehenden Gewässer, der Gewässer mit besonderem Schutzbedürfnis hier Laichgewässer für Großsalmoniden wie Lachs und Meerforelle), der Badegewässer und der Trinkwassergewinnung aus oberirdischen Fließgewässern. Er beschreibt zudem die wichtigsten Fälle, bei denen die Anwendungsgrenzen des vereinfachten Nachweisverfahrens berschritten werden.

In diesen Fällen werden ein detaillierter Nachweis und/oder zusätzliche Untersuchungen erforderlich. In weiteren Fällen kann die Anwendung des detaillierten Nachweisverfahrens zu einem geringeren Maßnahmenaufwand führen. Schwerpunkt des Leitfadens ist die Beschreibung der modellgestützten Nachweisführung.

Die Grenzwerte und Nachweisgrößen werden modellspezifisch abgeleitet und begründet. Der Leitfaden beschreibt Basis-Grenzwerte und Häufigkeits-Dauer-Grenzwerte für die hydrologische, die hydraulische und die stoffliche Nachweisführung. In Abhängigkeit von der Nachweisgröße und Art der modelltechnischen Nachweisführung werden Kriterien zur Modellauswahl, zur Abgrenzung des Nachweisraums und zu den Nachweisorten, zur Datenerhebung, zur Modellerstellung, zur Validierung; Kalibrierung und Verifizierung eingesetzter Modelle begründet.

Die Ermittlung des Referenzzustands und die Ableitung des Entwicklungsziels sind wesentliche Voraussetzungen für den Nachweis des gewässerverträglichen Prognosezustands. In Einzelfällen ist die Nachweisführung auch durch Messungen (biologische Erhebungen, Kläranlagenkapazität) möglich. Der Leitfaden beschreibt weiterhin ein im Anschluss an die Nachweisführung durchzuführendes Gewässermonitoring und stellt Anwendungsbeispiele zum detaillierten Nachweisverfahren vor.

Dem Land Nordrhein-Westfalen sei an dieser Stelle für die Vermittlung der Beispiele und die finanzielle Unterstützung gedankt.