ref-gisbrein1 Die hydraulische Belastung von Fließgewässern durch Regenwasser-Eeinleitungen spielt insbesondere in dicht besiedelten Gebieten eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung der EU- Wasserrahmenrichtlinie. Mit dem Programm GISBREIN erfolgt eine flächendeckende Ersteinschätzung der Belastung für ganz NRW.
Auftraggeber:
Fachhochschule Münster, im Auftrag des MKULNV Nordrhein-Westfalen
Bearbeitungszeit:
2005 - 2018
Projektpartner:
KIT Keck Informationstechnologie; ÖKON GmbH, Abt. Software (Münster)

Bearbeitungsumfang

     
  • Entwicklung einer mesoskaligen Bewertungsmethodik in Anlehnung an das BWK-Merkblatt M3 auf Basis flächendeckend digital verfügbarer Eingangsdaten

  • Begleitung der programmtechnischen Umsetzung in einem geographischen Informationssystem (Programmierung: KIT und ÖKON)

  • Softwareprüfung

  • Feineinstellung einzelner Berechnungsparameter anhand von Beispielgebieten

  • Verifizierung der Ergebnisse für ausgewählte Beispiele

  • Bewertung der Gesamtergebnisse in Bezug auf die weitere Nutzung

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Projektbeschreibung

Mit dem Programm GISBREIN wird die hydraulische Gewässerbelastung anhand flächendeckend verfügbarer Daten für ganz Nordrhein-Westfalen abgeschätzt. Unabhängig von einem Nachweis nach BWK-M3 bzw. M7 erfolgt somit eine Ersteinschätzung für die Gewässer.

Auf Basis der Gewässerstationierungskarte, eines Geländemodells und der ATKIS-Daten wurden für das Gewässersystem Teilabschnitte generiert und jeweils das Einzugsgebiet und die befestigten Flächen ermittelt. Die punktuellen Einleitungsstellen werden für jeden GISBREIN-Rechenlauf aus den aktuellen Katastern für Regenbecken, Direkteinleiter und Kläranlagen übernommen. Für Regenwassereinleitungen ohne Bauwerk generiert das Programm aufgrund der verbleibenden befestigten Flächen je Teileinzugsgebiet eine „fiktive Einleitung“.

Anhand der Einleitungen werden geschlossene Siedlungsgebiete gemäß BWK-M3 bestimmt und die Einleitungsabflüsse innerhalb eines Gebietes aufsummiert. Durch die Gegenüberstellung mit dem zulässigen Einleitungsabfluss werden die Gewässerabschnitte jeweils hydraulischen Belastungsklassen zugeordnet. Bei Fortschreibung der Datengrundlagen (DEA) ist eine automatisierte Neuberechnung der GISBREIN-Ergebnisse möglich.

GISBREIN liefert somit eine flächendeckende Ersteinschätzung der hydraulischen Gewässerbelastung, anhand derer Schwerpunkte und Prioritäten für die detailliertere Bearbeitung und Nachweisführung abzuleiten sind.