ref_knb_mis-a Zur Planung zukünftiger Investitionen in das Regenwassernetz Hannover-Misburg wird die Leistungsfähigkeit des vorhandenen Netzes mittels hydrodynamischer Simulation überprüft. Um die Ergebnisse der Berechnungen abzusichern, wurde das Berechnungsmodell anhand der Daten von 5 Abfluss- und 3 Niederschlagsmessstellen kalibriert. Die Ergebnisse weichen deutlich von einer Berechnung mit Standardparametern ab.
Auftraggeber:
Stadtentwässerung Hannover (SEH)
Bearbeitungszeit:
2010 - 2011

Technische Daten:

Regenwassernetz 40 km, 243 ha, 5 Abflussmessstellen, 3 Niederschlagsmessstellen

Bearbeitungsumfang

     
  • Konzeption und Begleitung des Messprogramms

  • Qualitätssicherung und Datenauswertung

  • Prüfung und Fortschreibung des vorliegenden Berechnungsmodells in HYSTEM-EXTRAN 7

  • Kalibrierung der Modellparametersätze für die Einzugsgebiete der 5 Abflussmessstellen

  • Übertragung der Parameter auf Gebiete ohne Messung

  • Modellverifizierung durch Testrechenläufe für weitere Ereignisse

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Projektbeschreibung

Im Vorfeld der Modellkalibrierung für das Kanalnetz Misburg-Nord waren zunächst die maßgeblichen Grundlagen zu erfassen. ifs erstellte daher ein Messkonzept und wählte in Abstimmung mit der SEH geeignete Messstellen und Messverfahren aus. Die Daten der 5 mobilen Abfluss- und 3 stationären Niederschlagsmessstellen wurden kontinuierlich überprüft und im Hinblick auf die weitere Nutzung für die Kalibrierung ausgewertet.

Das bei der SEH vorhandene Kanalnetzmodell wurde von ifs überprüft und anhand neu erhobener Vermessungsdaten für Teilbereiche fortgeschrieben.

Für die Kalibrierung der NA-Simulation wurden geeignete, an allen Messstationen erfasste, Niederschlag-Abfluss-Ereignisse ausgewählt. Je Ereignis und Messstelle wurden die Modellparameter schrittweise optimiert, anschließend mittlere Parametersätze für die 5 Teileinzugsgebiete abgeleitet und durch Testrechenläufe für weitere Ereignisse verifiziert. Die ermittelten Endabflussbeiwerte weichen dabei durchschnittlich um 20 % vom Standardwert 0,85 ab, der ohne eine Kalibrierung angesetzt worden wäre.

Ergebnis der Modellfortschreibung und Kalibrierung ist ein aktuelles, den örtlichen Niederschlag-Abfluss-Prozessen angepasstes Modell, das realistische Spitzenabflüsse und Wasserstände berechnet. Fehlinvestitionen aufgrund von Überdimensionierungen werden so vermieden.